Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus


Seit Februar 2015 arbeiten verschiedene Schulen und Kulturinstitutionen in Niedersachsen an übergreifenden kulturellen Bildungsangeboten. Zusammen entwickeln, gestalten und lernen ist das Motto des auf drei Jahre angelegten Projektes des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie des Kultusministeriums.
In Göttingen sind es das Künstlerhaus Göttingen und Otto-Hahn-Gymnasium, die ausgewählt wurden als Kulturpartner an dem Projekt SCHULE:KULTUR teilzunehmen. Gemeinsam werden sie mit zahlreichen Veranstaltungen in Künstlerhaus, OHG und im öffentlichen Raum, ein eigenständiges Konzept ausformen, um Kunst, hier nicht zuletzt Bildende Kunst, und Kultur sinnvoll und fest im schulischen Alltag von Schülern und Lehrern zu verankern.
Das Projekt:
Spurensuche – ein Projekt über das Festhalten, Erinnern und Verändern von bildlichen Medien
Ausgehend von der Suche nach dem Sichtbaren - dem Erfinden aber auch dem Wiederfinden von Bildern - nimmt das Projekt des Künstlerhauses den vom Otto-Hahn-Gymnasium formulierten Wunsch auf, gemeinsam die veränderlichen und beständigen Gestaltungsphänomene in unserer Welt mit künstlerischem Blick zu erkunden. Dem Künstlerhaus kommt hierbei die doppelte Funktion, zum einen als Vermittler von Kunst, zum anderen als Akteur im Göttinger Kulturbetrieb, zu. Besonders die kompetente Praxisnähe der Künstlerinnen und Künstler des Künstlerhauses, die ihre Ateliers zum Teil direkt im Künstlerhaus haben, ist hier gefragt. Dazu bietet das Künstlerhaus einen umfangreichen Ausstellungsbetrieb mit unterschiedlichsten Präsentationsformen und die langjährige Erfahrung in der Kunstvermittlung.
Weitere Termine und Einzelheiten über den Projektfortgang werden hier und unter "Aktuell" sowie auf der Homepage des Otto-Hahn-Gymnasiums veröffentlicht.

Die Veranstaltungen:

Werkstatt:Atelier - der (Kunst-)Raum für Überraschungen und Perspektivenwechsel
Das Künstlerhaus hat das Lehrerkollegium des Otto-Hahn-Gymnasiums in die Ausstellung >Zwischentöne< eingeladen, die in den ehemaligen Wohnräumen Georg Christoph Lichtenbergs präsentiert wurde. Damit aber nicht genug. Zum Start der interaktiven Zusammenarbeit schickte der Künstler Georg Hoppenstedt die Teilnehmer des ersten Werkstatt:Ateliers auf Erkundung malerischer Prozesse. Im unmittelbaren spielerischen Umgang mit bildnerischen Gestaltungsmitteln wurde künstlerisches Spurenlegen und malerische Gestaltung durch Hand und Verstand selbst erfahrbar.
Ein ganzer Tag, an dem überraschende 'Spuren' erzeugt wurden. Ein ganzer Tag aber auch, an dem, mit dem Pinsel in der einen Hand und Farbkreisel in der anderen Hand, in entspannter 'Innenhofarbeit' nicht nur Spuren gesucht, sondern bereits Wege für weitere Aktionen gemeinsam angedacht wurden.

Fachtag I SCHULE:KULTUR! - Mitmachen als Anleitung zum Selbermachen
SCHULE:KULTUR! hat zum Fachtag nach Wolfenbüttel eingeladen. Hörspiel, Film, Theater, poetry slam street gaming – hier war für jeden etwas dabei. Qualifizierte Referenten informierten und leiteten die Kulturagenten des OHG und ihre Kollegen aus anderen niedersächsischen Kulturschulen in ihren Kreativbereichen an – natürlich waren auch wir, als Kulturpartner dabei und haben viele neue Ideen mitgenommen.

Künstlerbesuch im Kunstunterricht, Klasse 6 OHG – Abdruck und Spur
Wo liegen die Unterschiede einer handschriftlichen Spur, die einen Buchstaben formt, und dem Abdruck durch technische Wiederholverfahren? Gemeinsam mit den Schülern gingen Lehrerin und Künstler im Unterricht der Klasse 6 diesem Spannungsbogen zwischen Handschrift und Reproduktionsverfahren bildnerisch nach.

Klassenbesuche der Fotografieausstellung Gisoo Kim - Schule im Kunstraum
Morgendliche Sonderöffnung für den Kulturpartner des Künstlerhauses: Gleich im Doppelpack besetzte das OHG die 'bestickende' Ausstellung der koreanischen Künstlerin im Weißen Saal. Das Angebot zur Begegnung mit dem Original haben zwei Klassen wahrgenommen und mit ihren Beobachtungen und Fragen alle Anwesenden zum Nachdenken über Kunst angeregt.

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